Schriftgrösse: Schrift verkleinern Schrift vergrössern Kontrast: Konstrast erhöhen Konstrast erhöhen

Johannes Wallner zur Idee und Wirkung des NQZCamps

2018 veranstaltet der Verein zur Förderung der Qualität in der Betreuung älterer Menschen (NQZ-Zertifizierungseinrichtung) erstmals, in Kooperation mit dem Sozialministerium, das NQZCamp. Es handelt sich dabei um eine Tagung in neuem Format (Barcamp), mit hoher Einbindung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.  

Im Gespräch erzählt Mag. Johannes Wallner, Vorsitzender im Verein zur Förderung der Qualität in der Betreuung älterer Menschen, warum er vom ersten NQZCamp begeistert ist und eine Teilnahme unbedingt empfiehlt.

secu J6.Wallner Presse 002

Foto: Mag. Johannes Wallner

Als die Idee entstand, die Tagung des NQZ im Jahr 2018 als Barcamp durchzuführen, waren Sie sofort begeistert. Worauf begründet sich diese Begeisterung?

Das ist ganz einfach: Das NQZ ist gegründet worden, um die Qualitätsentwicklung in Alten- und Pflegeheimen zu forcieren. Ein gewollter Nebeneffekt dabei war, in der gesamten Branche für Entwicklungsimpulse zu sorgen, etwa durch das Peer-System der Zertifizierinnen und Zertifizierer. Wir wollten den Sprung von der „Lernenden Organisation“  hin zur „Lernende Branche“ schaffen. Ich denke dieser Impuls ist auch gelungen. Jetzt zur Frage meiner Begeisterung: Das Tagungsformat Barcamp verwendet eine ähnliche Herangehensweise wie das NQZ. Es schafft einen Rahmen für das systematische Lernen voneinander. Wir lernen beim NQZCamp über best practice, von den Erfahrungen der Anderen, von deren eingeschlagenen Wegen, aber auch von deren Um- und Irrwegen.

Sie sind bereits ein erfahrener Barcamper. Was findet man auf einem Barcamps, was man auf einer gängigen Tagung nicht auch finden kann?

Das ist primär der andere Zugang zum Wissenserwerb. Wir teilen am NQZCamp, was wir gelernt haben. In der Auseinandersetzung mit meinem eigenen Beitrag, gebe ich einem anderen Menschen einen Impuls, sein Denken und Handeln weiter zu entwickeln und umgekehrt. Ich rede jetzt nicht gegen klassische Formen des Wissenserwerbs, denn ich schätze es sehr, mich mit wissenschaftlichen Theorien auseinanderzusetzen. Aber am NQZCamp geht es stark um einen kreativen Zugang und auch um die Selbststeuerung von Systemen. Das macht es so spannend!

Sie haben schon Sessions auf Barcamps durchgeführt. Wie kann eine Session auf dem NQZCamp zu einer Win-Win-Situation für alle Beteiligten werden?

Ich bringe das Session-Thema ein, skizziere es und dann hole ich mir, über eine moderierte Diskussion, die Meinungen und Erfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Das ist manchmal, aber natürlich nicht immer, ein Eintauchen in enormes praktisches Wissen. Ein Erfolgsfaktor ist vielleicht auch, dass eine Session das Gegenteil von einem "Work-Shop" ist, das heißt ja wörtlich übersetzt, einer "workt" und die anderen "shoppen".  Beim NQZCamp "worken" wir aber alle und wir haben alle gleichzeitig den "Shopping-Effekt".

Warum sollte man das NQZCamp am 7. März in Salzburg unbedingt besuchen?

Wegen dieses gemeinsamen Shoppings! Und weil hier mehr als 100 Expertinnen und Experten zusammen kommen, sich austauschen, denen es allen um die Lebensqualität im Alten- und Pflegeheim geht.

Kommentieren

Kommentare

Noch keine Kommentare auf dieser Seite.

RSS Feed für Kommentare auf dieser Seite | RSS Feed für alle Kommentare