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Sessionanmeldung von Romana Winkler

Romana Winkler, Geschäftsführerin des Landesverbandes Altenpflege Steiermark, zuständig für strategische und operative Planung in den Geriatrischen Gesundheitszentren der Stadt Graz, sowie Mitglied im Vorstand des Bundesverbands der Alten- und Pflegeheime Österreichs/ Lebenswelt Heim hat nachfolgende Session für das NQZCamp angemeldet.

Sessiontitel:

Kann "das Pflegeheim" beziehungsweise die Versorgung im Pflegeheim überhaupt zu einer Verbesserung der Lebensqualität beitragen? Der Einfluss des Einzugs in ein Pflegeheim auf die Lebensqualität.

Lesen Sie hier, wie Romana Winkler ihre Session vorstellt und beschreibt:

Winkler Portrait Bundesverband

Foto: Romana Winkler

Vor dem Hintergrund der alternden Gesellschaft, einhergehend mit der wachsenden Zahl an betreuungs- und pflegebedürftigen geriatrischen Personen, wird die Aufrechterhaltung und Förderung der Lebensqualität zu einem zentralen Ziel in der Versorgung pflege- und betreuungsbedürftiger Menschen, sowie zu einem wesentlichen Outcomeparameter.

Nicht nur die Politik und die Gesellschaft sprechen von Lebensqualität in Zusammenhang mit der Versorgung Pflege- und Betreuungsbedürftiger, sondern auch die Anbieter von Pflegeheimen nutzen das Schlagwort „Lebensqualität“ für diverse PR-Maßnahmen. Was sie jedoch tatsächlich unter Lebensqualität verstehen und vielmehr noch, ob der Forderung nach der Aufrechterhaltung und Förderung der Lebensqualität durch die stationären Langzeitpflegeeinrichtungen auch tatsächlich nachgegangen werden kann, bleibt offen.

Pflegeheime stehen durch die demografische Entwicklung der Gesellschaft und der Tatsache, dass Menschen meist mit wesentlich höherem Pflege- und Betreuungsbedarf ins Pflegeheim kommen, vor neuen Herausforderungen. Sie können durch ihre Pflege und Betreuung sicherlich einen wesentlichen Beitrag zur Lebensqualität der ihnen anvertrauten Menschen leisten. Um jedoch Maßnahmen planen und umsetzen zu können, bedarf es einer Erhebung der Lebensqualität der Personen unter besonderer Berücksichtigung des Einflusses des Pflegeheimeintritts bzw. der Versorgung im Pflegeheim.

Ich möchte in meiner Session ausgewählte Ergebnisse aus meiner quantitativen Studie zur Lebensqualität von pflege- und betreuungsbedürftigen älteren Menschen, die ich im Rahmen meiner Dissertation durchgeführt habe, präsentieren. Dabei habe ich die Lebensqualität von Bewohnerinnen und Bewohnern beim Einzug ins Pflegeheim, eine Woche danach und drei Monate danach in Bezug auf nachfolgende Aspekte erhoben: physische Lebensqualität, psychische Lebensqualität, soziale Beziehungen, Umwelt, Sinnesfunktionen, Autonomie, Aktivitäten in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, soziale Partizipation, Tod und Sterben sowie Intimität. Befragungen aus über 30 Pflegeheimen in Österreich sind in die Ergebnisse miteingeflossen. Übergeordnetes Ziel meiner Studie ist, einen Betrag zu einer zielgerichteteren Versorgung der Pflege- und Betreuungsbedürftigen zu leisten und empirische Ergebnisse zur Lebensqualität in den Pflegeheimen zur Verfügung zu stellen.

Ich freue mich auf eine rege Diskussion der interessanten und teilweise überraschenden Ergebnisse – besonders gespannt bin ich auf Ihre Interpretation der Ergebnisse und die vielen verschiedenen Sichtweisen.

Meine drei Fragen für die Diskussion in der Session:

  1. Wie lässt sich die Verbesserung/Verschlechterung der Lebensqualität in den präsentierten Bereichen erklären? Was könnten Gründe für die Verbesserung/Verschlechterung sein?
  2. Was können die Verantwortlichen im Pflegeheim tun, um die Lebensqualität der Betroffenen dennoch zu fördern?
  3. Welchen Einfluss hat das Pflegeheim als solches (Organisation, Träger, Größe, Lage, etc.) auf die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner? 

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