Schriftgrösse: Schrift verkleinern Schrift vergrössern Kontrast: Konstrast erhöhen Konstrast erhöhen

Gesetzliche Basis

Die gesetzliche Basis für das Nationale Qualitätszertifikat für Alten- und Pflegeheime in Österreich (NQZ) wurde in einer Novelle des Bundes-Seniorengesetzes im Jahr 2012 geschaffen, die mit 1. Jänner 2013 in Kraft trat. Sie regelt die Förderung einer Zertifizierungseinrichtung für das Nationale Qualitätszertifikat für Alten- und Pflegeheime in Österreich (NQZ) und die Schaffung eines Zertifizierungsbeirats, der sich vor allem mit der strategischen Weiterentwicklung beschäftigt.

Zum Gesetz wurde die Richtlinie für die Vorbereitung und Durchführung der Zertifizierung nach dem NQZ erlassen. Sie regelt die Details des Zertifizierungsverfahrens.

§ 20a der Novelle zum Bundes-Seniorengesetz regelt die Förderung einer gemeinnützigen Zertifizierungseinrichtung durch den Bund, die die Zertifizierungen durchführt und koordiniert.

Vorgesehen ist weiters, dass sich die für die Heime vorrangig zuständigen Länder sich sowohl im Hinblick auf die Gestaltung der Rahmenbedingungen für das Nationale Qualitätszertifikat für Alten- und Pflegeheime - NQZ als auch bei den konkreten Zertifizierungen maßgeblich einbringen. So etwa ist eine befürwortende Stellungnahme des Landes notwendig, damit sich ein Alten- und Pflegeheim zertifizieren lassen kann. Auf diese Weise soll gewährleistet werden, dass nur Häuser, die sich an die landesgesetzlichen Regelungen halten, das Zertifikat erhalten können. Während der Bund die Kosten für die Vorbereitung der Zertifizierung übernimmt, indem er eine geeignete Zertifizierungseinrichtung fördert, ist vorgesehen, dass die Länder den überwiegenden Teil der Kosten der jeweiligen Zertifizierung tragen. Damit soll sichergestellt werden, dass nicht nur finanzkräftige Träger sich Zertifizierungen leisten können. Die Zertifizierungskosten betragen derzeit € 8.500 (Stand Juli 2014).

Die geförderte Zertifizierungseinrichtung muss bestimmte Mindestvoraussetzungen erfüllen, ohne die eine objektive Bewertung der Leistungserbringung in Alten- und Pflegeheimen nicht gewährleistet ist. So etwa müssen die Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter Erfahrungen in der Zertifizierung im Alten-und Pflegeheimbereich nachweisen können. Die Zertifizierungseinrichtung muss überregionale Bedeutung haben, das heißt zumindest in mehreren Bundesländern Tätigkeiten entfalten. Zudem muss die Zertifizierungseinrichtung die erforderliche Unabhängigkeit aufweisen, darf also nicht selbst Träger oder Betreiber eines Alten- oder Pflegeheimes sein. Zertifizierungen dürfen nur auf Grund eines Antrages des jeweiligen Heimträgers vorgenommen werden. Die Zertifizierungseinrichtung muss weiters gewährleisten, dass die Zertifizierungen nach einheitlichen, transparenten und objektiven Kriterien vorgenommen werden und dafür nur geeignetes und spezifisch ausgebildetes Personal eingesetzt wird (Näheres siehe Bundesgesetzblatt I Nr. 94-2012) und Richtlinie für die Vorbereitung und Durchführung der Zertifizierung nach dem NQZ.