Bezugspflegemodell im SeneCura Pflegezentrum Arnoldstein in Kärnten

BewohnerInnen

Kurzbeschreibung

Im Rahmen unseres Bezugspflegemodelles arbeitet ein Team, bestehend aus Diplomkrankenschwester und Pflegehelferin bzw. Altenfachbetreuerin mit den Bewohnerinnen und Bewohnern und den Angehörigen schwerpunktmäßig im Rahmen der Beziehungsarbeit, Biografiearbeit und des Stabilisierens des sozialen Umfelds. Es werden individuelle Ausflüge gemacht, „besondere Wünsche“ erfüllt und biografieorientiert - als Einzelaktivität oder in der Gruppe - Aktivitäten mit den Bewohnerinnen und Bewohnern durchgeführt. Jede Bewohnerin und jeder Bewohner äußert einen Jahreswunsch, den wir versuchen umzusetzen - auch gemeinsam mit Angehörigen und auch dann, wenn eine Bewohnerin oder ein Bewohner sehr schwer pflegebedürftig ist. So etwa machen wir Ausflüge zum Meer, besuchen Eishockeyspiele oder Erinnerungsplätze und erreichen somit wirklich alle Bewohnerinnen und Bewohner. Diese Aktivitäten werden zu besonderen Ereignissen im Leben der Bewohnerin oder des Bewohners. Wir stellen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für diese Aktivitäten pro Tag und Wohnbereich zwei Stunden Arbeitszeit zur Verfügung. Sowohl die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch die Bewohnerinnen und Bewohner bewerten die Begegnungen in den Bezugspflegestunden als sehr positiv. Die Aktivitäten dokumentieren wir in Alben mit Bild und Text. Somit haben Bewohnerinnen und Bewohner wie Angehörige die Möglichkeit, sich immer wieder an die erlebten Situationen zu erinnern. Durch die gleichbleibenden Bezugspersonen im Team wächst das Vertrauen zwischen Angehörigen, Bewohnerinnen bzw. Bewohnern und Pflegeteam, die gemeinsam schöne Zeiten erleben.

Entstehungsprozess

Ausgangssituation:

Der Schwerpunkt unseres Hauses liegt in der Beziehungsarbeit - unsere Bewohnerinnen und Bewohner sollen sich wohl, akzeptiert und individuell angenommen fühlen. Das Konzept für das Bezugspflegemodell hat die Diplomkrankenschwester, akademische Leiterin im gesundheitsmedizinischen Dienst und Heimleiterin des SeneCura Pflegezentrums Arnoldstein, Heidi Zupancic, als Beziehungs- und Organisationsentwicklungsmodell erstellt. Auf dieser Grundlage erfolgte die Implementierung des Bezugspflegemodells im Haus.

Beteiligte Personen:

Heimleitung, Pflegedienstleitung, Diplomkrankenschwester, Bewohnerinnen, Bewohner und Angehörige

Dauer:

Seit Eröffnung des Hauses im Jahr 2001 mit stetiger Weiterentwicklung

Zielgruppe:

Bewohnerinnen und Bewohner, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Angehörige

Zielsetzungen

  • Individuelle, biografieorientierte Betreuung und Pflege unserer Bewohnerinnen und Bewohner
  • Gute Zusammenarbeit mit den Angehörigen
  • Wachsen von Vertrauen und Beziehungen Höhere Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Gelebtes Beziehungs- und Organisationsmodell unserer Bezugspflege
  • Ganzheitlich gelebte Betreuung unserer Bewohnerinnen und Bewohner
  • Gelebte Umsetzung des Integrativen Pflegekonzepts nach Maria Riedl (IPK)

Auswirkungen

Auswirkungen

  • Bewohner/innen: Die Bewohnerinnen und Bewohner fühlen sich wertgeschätzt und individuell betreut.
  • Angehörige: Die Angehörigen werden miteingebunden und erleben sehr viele schöne Momente mit Ihren Eltern oder Verwandten.
  • Mitarbeiter/innen: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können Gelerntes in der Beziehungsarbeit und der Biografiearbeit gut umsetzen und erleben sehr schöne Momente mit Bewohnerinnen, Bewohnern und Angehörigen

 

Welche Rahmenbedingungen sind zu beachten?

  • Das Pflegeleitbild sollte danach ausgerichtet sein.
  • Das Menschenbild der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollte ganzheitlich orientiert sein.
  • Die Ausbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach dem IPK oder Validation wirkt unterstützend.
  • Im Tagesablauf soll eine Zeitressource bedacht werden, um die Aktivitäten umsetzen zu können.

Auf einen Blick

Organisation SeneCura Pflegezentrum Arnoldstein
Träger SeneCura AIS Pflegeheim GmbH
Qualitäts- und Ergebnisfelder
  • 1.2. Autonomie
  • 1.6. Pflege- und Betreuungsprozess
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